Denkmalpflege

Auswahl von Feldtmann Kulturell gGmbH geförderter Denkmalpflege-Projekte

Die Eintrittsgelder aus »Eigenveranstaltungen« kommen als Spende ausgewählten Denkmalpflegeprojekten vorwiegend in Schwerin zugute.

Wiederherstellung der Schabracken im Thronsaal des Schweriner Schlosses

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Restaurierung zweier Brunnenfiguren im Blumenzimmer des Schweriner Schlosses
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“Bildbefreiung” Gemälde heraus aus dem Magazin des Staatlichen Museums Schwerin!
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Restaurierung des Ölgemäldes “Pfefferfresser” im Staatlichen Museum Schwerin
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Rekonstruktion Wasserspeier als “Löwenkopf” im Burggarten Schwerin

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Historische Beleuchtung im Perzina-Saal der Stadtbibliothek Schwerin
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“Alexandrine” Denkmalsrettung im Schlossgarten Schwerin

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Konservatorium Schwerin – Ausstattung

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AKTUELLES FÖRDERPROJEKT:

Restauration der Schabracken im Thronsaal des Schweriner Schlosses

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Eine erste Schabracke ziert wieder ein Fenster des Thronsaales des Schweriner Schlosses. Weitere sollen folgen. - Foto: Landtag M-V

Beispiel einer Schabracke, Situation zum Zeitpunkt der Anfertigung des restauratorischen Konzeptes.

Erster restaurierter Fensterschmuck im Thronsaal angebracht

Im Thronsaal des Schweriner Schlosses wurde am 31. März 2014 eine erste restaurierte Fensterdekoration, eine so genannte Schabracke, am ursprünglichen Platz angebracht. Restauriert haben das einst passgenau in die Fensterlaibung eingearbeitete Element eine Papier- sowie eine Textil-Restauratorin. Im Thronsaal waren einst vier solcher Schabracken mit dazugehörigen Seitenschals vorhanden, wovon noch drei existieren.

Die Seitenschals gingen vollständig verloren. Die nunmehr restaurierte erste Schabracke dient nach Angaben der Textil-Restauratorin Ulrike Herrklotsch auch als Vorlage für die anderen noch zu restaurierenden Fensterdekorationen. In den 1970er Jahren erfolgte im Thronsaal eine umfangreiche Restaurierung der textilen Wandflächen.

Es wird angenommen, dass die Schabracken zu diesem Zeitpunkt abgenommen und auf den Dachboden des Schlosses eingelagert worden sind. Gelagert wurden die Schabracken im zusammengerollten, liegenden Zustand bis zum Jahr 2011. Entlang eines im Januar 2012 vorgestellten Konzepts zur Restaurierung der Schabracken begann schließlich deren Restaurierung. In einem ersten Schritt sind Abformungen und Nachbildungen des Pappmachés hergestellt worden, um fehlende Teile zu ergänzen. Nach der Reinigung und Glättung des Samtstoffes wurden beispielsweise ein neues Futter aufgebracht und die rekonstruierten Pappmaché-Teile aufgenäht. Eine erste Schabracke ist nun fertiggestellt.

Die Finanzierung der Restaurierung der Schabracken wird durch Spenden der Feldtmann Kulturell gemeinnützige GmbH (Hamburg) möglich.

Quelle: Website Landtag Mecklenburg-Vorpommern »

Spendenkonto
zugunsten der Restaurierung der “Schabracken”
im Thronsaal des Schweriner Schlosses:

Feldtmann Kulturell Hamburg
Hamburger Sparkasse
IBAN: DE86 2005 0550 1051 2221 13
Zuwendungsbestätigung kann ausgestellt werden.

Um die Fragen nach den erforderlichen Arbeiten und den Kosten besser beantworten zu können, unternahmen Mitglieder des Vorstandes des Schlossvereins gemeinsam mit Kunstmäzenin Brigitte Feldtmann und Cathrin Engel von der Landtagsverwaltung eine Reise zu den Restauratoren.
Foto: M. Schott

Auf den Rückseiten einiger Original-Ornamente konnten noch Schriftzüge der im 19.Jahrhundert verwendeten Akten oder Briefe entdeckt werden.
Foto: I. Grempler

Restaurierung der originalen Fensterbehänge des Thronsaales ist aufwändige Puzzlearbeit

Mit Projekten wie der Rekonstruktion des Jugendtempels im Schlossgarten, der Spendenaktion „Kauf Dir einen Stern“ für die Sanierung der Schlosskirche, dem Ankauf historischer Möbel, Gemälde, Geschirr, Hausrat und Fotos für das Schlossmuseum hat der Schweriner Schlossverein in den vergangenen 25 Jahren nicht nur für Aufsehen gesorgt, sondern auch einen erheblichen finanziellen Beitrag geleistet. Als sehr aufwändig hat sich auch sein neuestes Projekt herausgestellt: die Restaurierung der vier originalen Fensterbehänge des Thronsaales.

Doch lohnt sich der Aufwand überhaupt? „Wir werden immer wieder gefragt, warum wir diese Fensterdekorationen überhaupt wiederherstellen wollen und warum die Restaurierung so teuer ist“, berichtet Dr. Irmela Grempler von der Vereinsführung. „Die erste Frage lässt sich leicht beantworten. Wie die Marmorsäulen, die Stuckverzierungen, Intarsienfußböden und Malereien gehörten die Schabracken zu der prachtvollen Ausstattung des Raumes im 19. Jahrhundert. Mit der Wiederherstellung dieser textilen Dekoration würde der Schlossverein das historische Gesicht des Thronsaales weiter vervollständigen. Das entspricht seinem Anliegen und auch der Satzung unseres Vereins“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende.

Um die Fragen nach den erforderlichen Arbeiten und den Kosten besser beantworten zu können, unternahmen Mitglieder des Vorstandes des Schlossvereins gemeinsam mit Kunstmäzenin Brigitte Feldtmann und Cathrin Engel von der Landtagsverwaltung eine Reise zu den Restauratoren. Sie besuchten das Atelier der Textilrestauratorin Ulrike Herrklotsch, die mit der Papierrestauratorin Susann Grzimek kooperiert, um den Schweriner Schabracken ihren historischen Glanz zurückzugeben. Diese beiden diplomierten Spezialistinnen haben auch schon die erste restauriert, die seit 2014 wieder den Thronsaal ziert.

Das Besondere dieser Fensterdekoration aus vergoldetem Papiermaché auf Samt ist, dass sie tatsächlich einmalig ist. „Es ist uns nicht bekannt, dass es in anderen Schlössern oder anderen Bauten solcherart Fensterdekorationen gegeben hat“, sagen die beiden Restauratorinnen. „Die weitere Erforschung ihrer Entstehung und ihre Restaurierung sind also auch ein Beitrag zur Baugeschichte des Schlosses“, betont Dr. Grempler.

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Für Schabracke Nummer zwei erfolgt derzeit die Dokumentation der Schäden, die Reinigung und Sicherung des Samtgewebes und des Papiermachés sowie die Vorbereitung der weiteren Arbeiten. Susann Grzimek erläuterte die Konservierung der alten, erhaltenen Ornamente aus Papiermaché und die Herstellung der neuen Teile. Ihre erste Arbeit ist die Sichtung der zum Teil losen Papierteile und die Bewertung der Fehlstellen, für die neue Ornamente angefertigt werden müssen. Die noch vorhandenen Teilstücke werden mit destilliertem Wasser gereinigt, Risse und Brüche auf der Rückseite mit Klebemitteln gefestigt.

Auf den Rückseiten einiger Ornamente konnten die Atelierbesucher zur großen Überraschung noch Schriftzüge der im 19. Jahrhundert verwendeten Akten oder Briefe entdecken. Die fehlenden Papiermachéteile werden rekonstruiert. Das bedeutet, dass noch vorhandene Ornamente abgeformt und Negativformen aus Ton hergestellt werden. Darin wird ein Papierbrei aus haltbaren Fasern eingebracht, der nach der Trocknung auf der Rückseite durch mehrere Schichten Japanpapier gefestigt wird. Die Oberfläche wird mit Blattgold gefasst und nachfolgend retuschiert und damit farblich an die alten Teile angepasst. Dann beginnt eine Puzzlearbeit. Vorhandene und neue Ornamente müssen beschnitten und feingliedrig aneinandergefügt werden.
Bevor sie aber auf dem Samtfond befestigt werden können, muss dieser ebenfalls konservatorisch behandelt werden. Mit einem Museumsstaubsauger wird das Textilgewebe zunächst mehrmals gereinigt. Vorder- und Rückseite werden in mehreren Etappen geglättet und danach nähtechnisch ergänzt, der Samt mit farblich passender Seide. Die Papiermachéornamente werden gelocht und dann im Vorstichsystem aufgenäht. Die Fertigstellung der Schabracke ist für 2017 geplant. Ab 2018 soll die Restaurierung der dritten Schabracke erfolgen. Voraussetzung dafür ist, dass der Schlossverein weitere Spenden einwerben kann. Um die kürzlich im Schloss gefundene vierte zu begutachten, kommen die beiden Restauratorinnen zu Beginn des neuen Jahres nach Schwerin.
Quelle: »SVZ«

FÖRDERPROJEKT:

Restaurierung zweier Brunnenfiguren
im Blumenzimmer des Schweriner Schlosses

 

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Restaurierte Zustand der beiden Brunnenfiguren am Ausstellungsstandort im Blumenzimmer des Schweriner Schlosses.
Die Form der männlichen Brunnenfigur (links) ist dem mythologischen Himmelsträger Atlas nachempfunden, weshalb diese architektonische Stützenfigur in der Baukunst allgemein als Atlant bezeichnet wird. Die weibliche Brunnenfigur posiert in der typischen Haltung einer Karyatide.
Fotos: Frietjof Röder

Restaurierung zweier Brunnenfiguren
im Blumenzimmer des Schweriner Schlosses

In den letzten Jahren verwirklichte man eine Vielzahl kostenintensiver Bau- und Restaurierungsprojekte am Schweriner Schloss. Sie wurden ergänzt durch zahlreiche Spenden und Fördergelder, die vor allem für die Restaurierung und Rekonstruktion des figürlichen Schmuckes eingesetzt wurden. Dennoch gibt es weiterhin viele historische Objekte, die man nicht restaurieren kann, obwohl eine Instandsetzung dringend erforderlich wäre. Oftmals sind es kleinere unscheinbare Gegenstände, die bei der Verteilung finanzieller Mittel zur Restauration nicht berücksichtigt werden können.

Den nur dreißig Zentimeter hohen Brunnenfiguren wurde durch die Hilfe der Stiftung Feldtmann Kulturell gGmbH Hamburg ein anderes Schicksal bereitet, als der langsame Zerfall auf dem Dachboden oder in einem Fundkeller des Schweriner Schlosses. Die zwei Figuren schienen auf den ersten Blick trotz der starken Wassereinwirkung, der sie lange Zeit ausgesetzt waren, relativ gut erhalten zu sein, jedoch stellte das Restaurierungsatelier “Haber und Brandner” bei einer Untersuchung schwere Schäden an der Metalllegierung fest. Eine schnelle Restaurierung war unbedingt erforderlich, wenn die Figuren nicht in naher Zukunft auseinanderfallen sollten.

Meisterwerke der Miniaturhandarbeit

Die Restaurierung historischer Fundstücke ist immer auch eine Spurensuche, die uns hinein in die Vergangenheit führt. Die zwei Brunnenfiguren geben uns in dieser Hinsicht viele Rätsel und Fragen auf. Bis heute sind weder die Herkunft, noch der Schöpfer oder auch nur das Datum bekannt, an dem diese kleinen Meisterwerke der Miniaturbildhauerkunst in das Schweriner Schloss gelangten.

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Angefertigt wurden die Figuren mit großer Wahrscheinlichkeit in Frankreich, woraufhin sie über den Kunsthändler C. R. Brunnarius nach Schwerin gelangten. Brunnarius hatte schon viele andere Kunstwerke für den Schweriner Hof geliefert. In den seltesten Fällen waren diese Kunstwaren allerdings Unikate, sondern wurden eher als eine Art “Massenware” an die verschiedenen Adelshäuser in Europa geliefert. Bei einer umfangreichen Untersuchung zeitgenössischer Kataloge konnten jedoch keine identischen oder ähnlichen Figuren gefunden werden. Nicht nur ihre Einzigartigkeit kann als Besonderheit betrachtet werden, sondern auch mit welchem hohen Aufwand man die Zierfiguren konzipierte, sodass sie permanenter Wassereinwirkung zumindest zeitweise trotzen konnten. Obwohl der galvanisch verkupferte Zinkguss bei Statuen in der Zeit des 19. Jahrhunderts eine kostengünstige Alternative zu anderen Metalllegierungen darstellte, lässt die partiell noch erhaltene Vergoldung auf dem Gesicht der weiblichen Figur vermuten, dass der materielle Wert der beiden Brunnenfiguren durch eine nachträgliche, mit Blattgold ausgeführte Verzierung deutlich erhöht wurde.
Dr. Irmela Grempler

FÖRDERPROJEKT:

“Bildbefreiung”
Gemälde heraus aus dem Magazin des Staatlichen Museums Schwerin!

 

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Josef Blitz: Gemälde der Großherzogin Alexandrine als Witwe, um 1891 im Staatlichen Museum Schwerin.
Foto: G. Bröcker

“Freiheit für die Alexandrine”

Gemälde heraus aus dem Magazin des Staatlichen Museums Schwerin!

Josef Blitz: Bildnis Alexandrine von Mecklenburg Schwerin
Öl auf Leinwand, 183 x 122,5 cm, um 1891

Durch eine Spende, eingesammelt bei den Jugendkonzerten der Reihe “Feldtmann Kulturell” kann das von Josef Blitz gemalte Gemälde aus dem Museumsdepot befreit und im Staatlichen Museum Schwerin gezeigt werden.

Die “Bildbefreiung” ist eine Aktion der Freunde des Museums, die darauf aufmerksam machen wollen, dass derzeit aus Platzgründen nur zehn Prozent des Gemäldebestandes der Sammlung gezeigt werden kann. Weitere 3500 wertvolle Gemälde sind in Schweriner, Güstrower und Ludwigsluster Depots eingesperrt.

Die Spenden aus der Aktion sollen einem geplanten Erweiterungsbau des Museums zugute kommen.

Wilhelm Ternite: “Kniestück der Königin Luise vor einer Parklandschaft”
Foto: Staatliches Museum Schwerin

“Freiheit für Königin Luise”

Gemälde heraus aus dem Magazin des Staatlichen Museums Schwerin!

Wilhelm Ternite: Bildnis der Königin Luise
Öl auf Leinwand, 1827

Wilhelm Ternite (Neustrelitz 1786-1871 Potsdam) wurde 1810 aus Neustrelitz nach Berlin berufen. Seine erste Ausbildung hatte er an der Berliner Akademie erhalten. 1816/1817 war er in Rom und anschließend bis 1823 Schüler von Gros in Paris. Es folgte ein weiterer Aufenthalt in Rom und Neapel. 1826 kehrte er zurück und wurde zum Inspektor der Kunstwerke in und um Potsdam ernannt. Ein Jahr später erhielt er den Auftrag zur Herstellung eines posthumen Bildnisses der 1810 verstorbenen Königin Luise.

Auguste Wilhelmine Amalie Luise, die Tochter Herzog Karls II. von Mecklenburg-Strelitz, seinerzeit Gouverneur in Hannover, wurde dort 1776 geboren. 1793 heiratete sie den preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, der 1797 die Thronfolge als Friedrich Wilhelm III. antrat. Königin Luise von Preußen begleitete ihren Mann auf Reisen und erlangte außerordentliche Popularität. Sie gebar bekanntlich als siebtes von zehn Kindern Tochter Alexandrine, die spätere Großherzogin von Mecklenburg. Bei einem Besuch auf dem Schloss ihres Vaters starb sie am 19. Juli 1810 in Hohenzieritz. Ihr Vater beauftragte Wilhelm Ternite, die Königin auf dem Totenbett zu zeichnen. Nach dieser Zeichnung entstand noch im gleichen Jahr ein Pastell, das Luise im Reitkostüm in halber Figur zeigt. 1827 bildete es die Grundlage für das heute in Schwerin sich befindende sog. Kniestück der Königin vor einer Parklandschaft. Es folgten in späteren Jahren weitere Wiederholungen dieses Bildnisses.

Auch dieses Gemälde konnte durch Spenden, eingesammelt bei den Jugendkonzerten der Reihe “Feldtmann Kulturell”, aus dem Museumsdepot befreit und im Winterzimmer des Schweriner Schlosses gezeigt werden.

FÖRDERPROJEKT:

Restaurierung des Ölgemäldes “Pfefferfresser” im Staatlichen Museum Schwerin

 

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Fotos: Restauratorin Regine Kränz
» Zum Artikel über die Restaurierungsmaßnahmen

Jean-Baptiste Oudry (1686-1755)
Pfefferfresser, Jungfernkranich und Haubenkranich in einer Landschaft
1745
, Öl auf Leinwand, 130 x 160 cm

Das Gemälde gehört zu den letzten Arbeiten der von Oudry für den König von Frankreich gemalten Serie exotischer Tiere.

Die wertvollen Vögel der königlichen Menagerie sind graziös vor einen imaginären Hintergrund gestellt, der ihre Schönheit steigern soll. Die Wiedergabe des Federkleides demonstriert Oudrys Meisterschaft bei der Erfassung der optischen Erscheinung. In ihrer isolierten Einzeldarstellung belegen die Vögel die Verwandtschaft zur naturwissenschaftlichen Illustration.

Staatliches Museum Schwerin, 12.04.2002:
“Der originale Bildträger löst sich partiell entlang alter Risse von der mit Wachs eingebügelten Doublierleinwand. Großzügige Eintönungen und größere, oft verfärbte Einmalungen sind nicht zu übersehen. Dabei ist die Firnisschicht vergilbt und seht fleckig. Durch das Aufschieben der Malschicht wird die Bildebene optisch empfindlich gestört. Die Konservierung und Restaurierung des Gemäldes wird sehr aufwändig.”

Jean-Baptiste Oudry
(1686-1755)
Selbstporträt

In der Mitte des 18. Jahrhunderts malte Jean-Baptiste Oudry eine Reihe lebensgroßer «Porträts» von den exotischen Bewohnern der königlichen Menagerie in Versailles. Diese spektakuläre Bildserie wurde kurz darauf vom mecklenburgischen Herzog Christian Ludwig II für seine Gemäldesammlung erworben. Heute zählt das einzigartige Ensemble zu den Hauptwerken des Staatlichen Museums Schwerin.

Jean-Baptiste Oudry (1686-1755) war einer der bedeutenden Maler seiner Zeit und eine angesehene Persönlichkeit im kulturellen Leben von Paris. Als Hofmaler spezialisierte er sich auf Jagdszenen von großer Lebendigkeit und Dramatik, die zu den Lieblingsthemen des Königs Louis XV. zählten. Ab 1734 leitete Oudry die Manufaktur für Tapisserien in Beauvais, seit 1743 trug er den Titel eines Professors an der Königlichen Akademie der Künste.

Mit seinen Stillleben und Landschaften, vor allem aber mit seinen Tierbildern, war der Künstler äußerst erfolgreich. Zu seinen internationalen Bewunderern zählten, neben der schwedischen Königsfamilie, die Herzöge von Mecklenburg-Schwerin, an deren Hof die größte Sammlung von Werken Oudrys außerhalb Frankreichs zusammengetragen wurde.

Oudrys Tierporträts entstanden in einer Zeit, in der die Beobachtung der Natur an die Stelle der Übernahme älterer bildnerischer Vorlagen trat.

Quelle: » kultur-online

Pfefferfresser als Sonderbriefmarke

Die Deutsche Post gibt am 2. Januar 2017 ein neues Sonderpostwertzeichen zum Schloss Ludwigslust heraus: Die Briefmarke zu 70 Cent ziert ein Gemälde des französischen Hofmalers Jean-Baptiste Oudry.

„Die Herausgabe dieser Briefmarke ist eine besondere Würdigung unserer Landeskunstsammlungen – in denen die Werke des französischen Tiermalers Oudry einen herausragenden Stellenwert haben. Am 8. Januar 2017 feiern wir die neue Briefmarke im Schloss Ludwigslust – natürlich gemeinsam mit der Deutschen Post.“, freut sich Dr. Dirk Blübaum, Direktor des Staatlichen Museums Schwerin/ Ludwigslust/Güstrow.

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„Mit Briefmarken wirbt man in der ganzen Welt. Wir hatten eine großartige Resonanz auf die Sondermarke ‚Schloss Ludwigslust‘ im Jahr 2015. Daher freue ich mich, dass mit den exotischen Tierporträts von Oudry die Aufmerksamkeit nun erneut auf das Barockschloss gerichtet ist.“, so Mathias Brodkorb, der als Finanzminister auch für das Staatliche Museum Schwerin und dessen Kunstsammlung verantwortlich ist.

Jean-Baptiste Oudry (1686–1755), Hofmaler Ludwig XV. und Professor der Königlichen Akademie, war neben François Desportes der berühmteste Tiermaler seiner Zeit. Er zeigte das Tier in seiner Individualität und seiner ihm gemäßen Umwelt und nahm so Tendenzen der Aufklärung vorweg.

Pfefferfresser, Jungfern- und Haubenkranich gehören zu zwölf exotischen Tieren, die Oudry für den Königlichen Botanischen Garten in Paris, den heutigen Jardin des Plantes, gemalt hat. Das große Interesse für die Werke Oudrys und für seine ungewöhnlichen lebensgroß dargestellten Tiere veranlassten den regierenden Herzog von Mecklenburg-Schwerin Christian Ludwig II. und seinen Sohn, Erbprinz Friedrich, die gemalte Menagerie aus Versailles direkt vom Künstler zu erwerben. In einem Zeitraum von 23 Jahren erwarb der Schweriner Hof zahlreiche Werke, sodass das Staatliche Museum Schwerin heute mit 34 Gemälden und 43 Handzeichnungen über die größte zusammenhängende Sammlung von Werken Oudrys überhaupt verfügt.

FÖRDERPROJEKT:

Rekonstruktion Wasserspeier als “Löwenkopf” im Burggarten Schwerin

 

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Historische Ansicht aus der Festschrift von 1869.

Wasserspeier heute nach der Rekonstruktion.
Foto: I. Grempler

Löwenköpfe im Burggarten Schwerin

Je ein kleiner Wasserspeier in Form eines Löwenkopfes befand sich bis 1950 rechts und links an der Treppenwange vom Kolonnadentor Richtung Gartenseite am Schweriner See. Die Halterung, der Zu- und Ablauf sowie die Wasserbecken konnten bei der Demontage der Treppe gefunden werden. Von den Reliefs war nichts mehr vorhanden.

Auf alten Abbildungen waren die Löwenköpfe gut zu erkennen. Im Rahmen der Planung für den Burggarten wurde die Anbringung von Kopien beschlossen. Da keine Teile der Schweriner Löwenköpfe erhalten waren, mussten Abgüsse von ähnlichen Löwenköpfen erfolgen. Nach umfangreicher Recherche wurden die Abgüsse nach erhaltenen Löwenköpfen eines Brunnens im Park von Potsdam Sanssouci gemacht.

Nach Abformung der Löwenköpfe wurden die Kopien im Wachsausschmelzverfahren hergestellt. Als Gussmaterial wurde Bronze festgelegt. Zusätzlich musste die wassertechnische Anlage zur Bewässerung der Löwenköpfe neu erstellt werden.

Als Spender für die Wasserspeier “Löwenköpfe” an den Treppenwangen zum Kolonnadenhof konnten die Feldtmann Kulturell gGmbH aus Hamburg und die Denkmalpflege Mecklenburg GmbH aus Schwerin gewonnen werden.

Stefan Pulkenat / Dr. Irmela Grempler

Burggarten Schwerin

Der Burggarten ist das Kernstück der Parklandschaft Schwerin. Im Zentrum gelegen verbindet er Schlossgarten, Marstall mit Marstallhalbinsel, Alten Garten, Stadtachsen, Franzosenweg, Kaninchenwerder und die Ufergestaltung am Faulen See zu einem Gartenreich – der Schweriner Parklandschaft – von erheblichem Ausmaß. Er ist heute der besterhaltene Teil dieser Parklandschaft und steht immer noch in intensiver Wechselwirkung zu allen anderen Landschaftselementen.

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Die Einbeziehung des Schlosses und seiner massigen Festungsanlagen in einen Garten auf kleinster Fläche ist ein Meisterwerk der Gartenkunst. In der Fernsicht wirkt das Schloss als baulicher Mittelpunkt der Parklandschaft. Innerhalb des Burggartens aber lösen sich Schloss und Festungsanlage auf und werden Teil des Gartens. Der zentralen Position der Schlossinsel wurde in der Gestaltung des Burggartens von 1857 nach einem Plan des königlichen Gartendirektors Lenné aus Berlin und dem damaligen Schlossgärtner Klett große Bedeutung beigemessen. In hoher gestalterischer Vollendung beziehen sich Blickachsen, Wege und Aussichtspunkte auf Statuen, Pflanzungen, Gebäudeteile und die umgebende Landschaft.

Für die Schlossinsel liegt eine bestätigte Denkmalpflegerische Zielstellung (Pulkenat 1996) vor. Zielstellung ist die weitestgehende Instandsetzung der Parkanlage in der Situation um 1857-1870 gemäß dem Festschriftplan von 1869. Dabei soll die Orangerie wieder einer gärtnerischen Nutzung zugeführt werden.

Figürlicher Schmuck hat für die räumliche Wirkung in der gartenkünstlerischen Gestaltung besondere Bedeutung. Im Burggarten wurde diesem Schmuck außerordentliche Bedeutung beigemessen. Die Atmosphäre der Anlage lebt zu großen Teilen von den Plastiken. Vor den Instandsetzungsarbeiten waren nur noch die Sockel einiger Skulpturen vorhanden. Von dem ehemals belebten Bild war nichts mehr zu sehen. Das Fehlen diese Schmuckes beeinträchtigte die Wirkung des Burggartens erheblich.

Um 1980 im Burggarten aufgestellte moderne Plastiken konnten dies nicht kompensieren, da das ursprüngliche ikonographische Konzept nicht übernommen wurde und falsche, zum Teil sogar störende Schwerpunkte gesetzt wurden.

Figürlicher Schmuck im Orangeriebereich

Nach umfassenden Diskussionen wurde festgelegt, für den Orangeriebereich des Schweriner Burggartens den figürlichen Schmuck wiederherzustellen. Dabei kann in einigen Fällen auf erhaltene Plastiken zurückgegriffen werden. Für fehlende Plastiken, wie die Kandelaber und David mit dem Haupte Goliaths, wird noch geprüft, in wieweit es noch erhaltene Formen oder Originale in Museen oder anderen Parkanlagen gibt, um diese für den Nachguss zu verwenden.

Stefan Pulkenat

FÖRDERPROJEKT:

Historische Beleuchtung im Perzina-Saal der Stadtbibliothek Schwerin

 

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Die ursprünglichen Wandlampen waren in den Wirren nach Ende des 2. Weltkrieges verschwunden. Lediglich ein paar alte Fotos dienten zur originalgetreuen Nachbildung.

Das Festkonzert nach Installation gestaltet im Herbst 1997 das „ensemble acht“, Oktett deutscher Orchester mit Werken von Detlev Glanert, Hans Werner Henze und Ferdinand Thieriot.

Der Perzina-Saal erstrahlt im neuen Licht!

Der Perzina-Saal erstrahlt im neuen Licht!

Im Zuge der Denkmalpflegeprojekte, denen sich Brigitte Feldtmann in Schwerin widmet, sammelt sie 1996/97 gemeinsam mit ihren Musikfreunden bei eigenen Konzertveranstaltungen durch Spenden das Geld für die Rekonstruktion der historischen Wandbeleuchtung ein.

Die ursprünglichen Wandlampen waren in den Wirren nach dem Ende des 2. Weltkrieges verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Alle 24 Wandlampen wurden von Metallgestalter Gerhard Müller, Parum, gefertigt. Lediglich ein paar alte Fotos dienten zur originalgetreuen Nachbildung. Die teure Illumination hatte zwei Geldgeber: Kulturförderin Brigitte Feldtmann und die Landeshauptstadt trugen zu gleichen Teilen die Kosten.

» Geschichte des Gebäudes Stadtbibliothek Schwerin

FÖRDERPROJEKT:

“Alexandrine” Denkmalsrettung im Schlossgarten Schwerin

 

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In Anwesenheit des deutschen Kaisers Wilhelm II.
wurde das Denkmal am 26. August 1907 eingeweiht.

Das Denkmal vor und nach seiner Sanierung.

Das Alexandrinen-Denkmal sicher verpackt für den Transport zur Restauration. Mit starken Seilen und kräftigem Kran wird das Denkmal zur Verladung angehoben.

Feldtmann Kulturell zu Gast in Schwerin anlässlich des 100. Geburtstages des Alexandrinen-Denkmals am 26. August 2007.

“Alexandrine” Denkmalsrettung im Schlossgarten Schwerin

Auszüge aus der Demmler-Verlag-Dokumentation: „Alexandrine – Wiedergeburt eines Denkmals”
(ISBN 3-910150-30-6). Vergriffen, Restexemplare bei Feldtmann kulturell gGmbH vorhanden.

VORWORT von Bärbel Kleedehn, Finanzministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Obwohl ich in Schwerin geboren wurde und hier auch einige Jahre aufwuchs, waren meine Kindheitserinnerungen an die weiße, ehrwürdige Dame im Schweriner Schlossgarten nicht sehr deutlich. Erst vor drei Jahren, als ich mich sozusagen von Berufs wegen mit ihr befassen musste, habe ich ALEXANDRINE wirklich erlebt.

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Und da habe ich nicht nur die geschichtsträchtige Statue in ihrer wunderschönen Umgebung erfahren, sondern vor allem das von der unmittelbaren Zerstörung bedrohte Denkmal, das es zu retten galt. Doch konnten wir uns angesichts der vielen maroden Denkmale im Land diese Rettung überhaupt leisten? Eine schwierige Frage, deren Beantwortung mir nicht leicht fiel. Dass ich mich schließlich für die unverzügliche Rettung entschloss, hat wohl mit den Spuren zu tun, die Alexandrine in unserer Geschichte hinterließ. Nicht nur der während ihrer Regentschaft an der Seite des Großherzogs Paul Friedrich forcierte Ausbau des repräsentativen spätklassizistischen Schwerin als Residenzstadt blieb in unsererErinnerung, nicht nur ihre Klugheit, ihr Charme und ihre Natürlichkeit wurden uns übermittelt, sondern vor allem ihr ausgeprägtes soziales Engagement und ihre Verdienste um das Gemeinwohl. Dieses Wirken hinterließ Eindrücke, die gerade in Phasen gesellschaftlichen Umbruchs, wie wir sie jetzt erleben, Orientierungshilfe leisten können und Wertvorstellungen prägen helfen. Die zur Erhaltung der Statue der Alexandrine ins Leben gerufene und in dieser Form bei uns bisher einmalige Rettungsaktion zwischen staatlichen und privaten Förderern ist ein gelungenes Beispiel dafür. Ich danke daher allen, die durch ihre Spenden und ihr Engagement zur Rettung dieses Denkmals beigetragen haben. Insbesondere danke ich Frau Brigitte Feldtmann, deren unermütlicher Einsatz den Erfolg dieser gemeinsamen Aktion erst möglich machte. Und ich wünsche mir, dass die Rettung der Statue der Alexandrine ein Beispiel sein möge für weitere Initiativen zum Schutz und Erhalt unseres kulturellen Erbes.

Schwerin, im Dezember 1995

WIEDERGEBURT EINES DENKMALS Jürgen Borchert

Alexandrine, Prinzessin von Preußen, wurde 1803 in Berlin geboren. Ihr Vater war König Friedrich Wilhelm III, ihre Mutter die legendäre Königin Luise, eine Prinzessin aus dem Hause Mecklenburg-Strelitz. 1822 heiratete Alexandrine den mecklenburgischen Erbgroßherzog Paul Friedrich, der von seiner Mutter her ein Nachfahre des Zaren Peter I. und der großen Katharina von Russland war.

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Alexandrine war als junge Frau bis in ihr Greisenalter von in ganz Europa gerühmter Schönheit. Der frühe Tod ihres Mannes 1842 im Alter von 41 Jahren war für Alexandrine und ihre mittlerweile drei Kinder ein äußerst schwerer Schlag. Ihre Witwenschaft dauerte fünfzig Jahre. Im Sinne ihres verstorbenen Mannes kümmerte sie sich intensiv um soziale Probleme im Land und förderte Stiftungen, besonders auf dem Gebiet der Kindererziehung und der Wohlfahrtspflege. Die Großherzogin Alexandrine, im offiziellen Sprachgebrauch „Großherzogin-Mutter“, vom Volk „die Alte Hoheit“ genannt, starb 1892 im Alter von 89 Jahren. Sie wurde an der Seite ihres Mannes Paul Friedrich im Schweriner Dom beigesetzt. Als sich im Jahr 1903 der Geburtstag der unvergessenen Großherzogin zum hundertsten Mal jährte, kam man auf die Idee, ihr im Grünhausgarten, ihrem Lieblingsaufenthalt, ein Denkmal zu setzen. Hugo Berwald, ein gebürtiger Schweriner Bildhauer, bekam den Auftrag, eine Ganzfigur der Fürstin zu schaffen. Als Material wählte er weißen Seravezza Marmor aus Carara und stellte Alexandrine als aufrechte alte Dame in großer Würde dar. Das Denkmal wurde mit Hilfe der Schweriner Bürger und aus ganz Mecklenburg sowie Zuwendungen des Großherzoglichen Hauses finanziert.

ALEXANDRINE REIST AB!
Aus dem „Krankenbericht“ vom 19. Oktober 1994
Brigitte Feldtmann

6.45 Uhr, wenige Grade über Null, steifer Ostwind mit Böen Windstärke 7 bis 8. Treffen im Grünhausgarten des Schlossparks. Tieflader, Kraftfahrzeug und Stapler stehen bereit; Gerüstbauer und Transportfacharbeiter aus Schwerin und Berlin sind schon vor Ort. Die Restauratoren aus Potsdam haben bis zur letzten Minute unter der Plane an der Marmorfigur ihre Vorbereitungsarbeiten ausgeführt. Ein Stück der Einfriedungsmauer wurde eingerissen. Von der Straße durch das Gelände des Kindergartens „Schlossgeister“ bis hin zum Denkmal selbst liegen Betonbohlen, um den schwierigen Abtransport überhaupt zu ermöglichen. Alle Verantwortlichen sind inzwischen eingetroffen. Je höher die Sonne steigt, desto mehr Zuschauer finden sich ein. NDR und ZDF richten Mikrofone und Kameras auf die „Patientin“; wir alle warten auf das Abheben der Figur.

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Unter der fachkundigen und ruhigen Anleitung des Chefkonservators spannen die Transportarbeiter wattierte Stahlseile unter und um die Figur. Wo es nötig ist, werden Wolldecken eingezogen, damit die Seile nicht scheuern. Bald sieht Alexandrine aus wie eine rechte ‚Lumpenmarie‘. Ein leises Kommando an den Kranführer, die starken Männer mit vielfältiger handwerklicher Ausbildung halten die Figur, sie hebt ab, millimetergenau, sie schwebt, es ist 9.00 Uhr. Sanft gleitet sie durch die kalte Luft, wird langsam abgesenkt und erreicht festen Boden auf der vorbereiteten Palette. Aufatmen, Jubel, Beifall. Man hört, wie dem Chefkonservator ein Stein vom Herzen plumpst. Flink und geübt entfernen die Männer die Seile und Decken. Fernsehinterviews und der fauchende Ostwind bringen uns in Bewegung: erst einmal muss die alte Dame von allen Seiten betrachtet werden. Sie scheint mir, nun von ihrem Sockel auf den Boden der Tatsachen geholt, noch viel stattlicher und hoheitsvoller zu wirken. Das kräftige gütige Gesicht ist tatsächlich das einer alten Dame – mit richtigen Falten und Ringen unter den Augen. Ich habe noch kein Denkmal gesehen, das in dieser liebenswerten Form das weibliche Alter darstellt und würdigt. Wie sehr müssen die Schweriner und der Bildhauer ihre Landesmutter verehrt haben! Alexandrine wird nun „seemäßig“ verpackt, Keile und Balken um sie herum genagelt, wieder Decken vor die Auflagepunkte gestaut, ehe die Figur auf den Bauch gekippt werden kann. Um 12.00 Uhr mittags – alles geht wie hundert Mal geübt sicher, umsichtig und ohne Stocken vor sich – liegt die Großherzogin auf dem Saum ihres voluminösen Rockes – und auf ihrem Busen, den herausragenden Punkten, die das ganze Gewicht der Statue übernehmen. Der Kopf mit der drolligen Haube ragt dagegen frei in die Luft, so dass uns in den Sinn kommt, Alexandrine könnte übel werden bei der ganzen Tortur. Aber man stopft ihr liebevoll weitere Decken unter das Gesicht und hängt ihr zwei Klimageräte um den Hals, die ihre Befindlichkeit zu messen haben. Die Herren von der Landesdenkmalpflege kommen hinzu, sie scheinen skeptisch. Da lugen die Kinder des benachbarten Kindergartens, die Schlossgeister aus dem ‚Greenhouse‘, dem einstigen Sommersitz der Großherzogin, neugierig über die Gartenmauer und stellen tausend Fragen. Sie wollen wissen, was mit der „toten Frau“ passiert. Während also Alexandrine, von der Kernauflösung bedroht, einem langen Klinikaufenthalt entgegensieht, dürfen wir uns, bis auf die Knochen durchgefroren, eine halbe Stunde bei Glühwein und Bauernfrühstück erwärmen.

Bald geht die Demontage weiter. Der größte Sockelabschnitt mit den Medaillons bereitet Schwierigkeiten. Die Seile finden keinen Halt. Immer wieder probieren die Handwerker neue Gurtverbindungen. Ich bewundere die Geduld und Ruhe, die die Männer unter den bestimmenden Anweisungen des Chefkonservators bewahren. Verantwortung und Erfahrung werden hier sichtbar demonstriert. Unangefochten von schneidender Kälte, bleiben wir angespannte Beobachter eines einmaligen Vorgangs. Gegen 17.00 Uhr stehen alle Einzelteile des Denkmals festgezurrt auf dem Tieflader, Alexandrine auf dem Heck, die Sockelteile je nach Gewicht nach vorn verteilt. Die meisten Zuschauer haben sich längst verabschiedet, die Restauratoren und ich verabreden uns: „Bis morgen in Bamberg“, die starken Männer räumen ihr Gerät ein, der Fahrer steuert auf den Betonplanken durch den Mauerdurchbruch am Kindergarten vorbei am Grünhausgarten entlang. Ich folge ihm tiefbewegt. Ein bedeutender Tag in meinem Leben geht zu Ende, eine Entscheidung ist gefallen und durchgeführt, Wehmut und Leere am Platz des Denkmals. Alexandrine entschwindet im Mondlicht auf dem Weg nach Bamberg.

Donnerstag, 20. Oktober, abends in Scheßlitz bei Bamberg:
Ich habe die Gewissheit, dass alles gut gegangen ist. Der Fahrer ist heil angekommen, der Tieflader steht wohlbehalten in der Halle der Spezialfirma Ibach Steinkonservierung. Wir dürfen gemeinsam mit Wolf Ibach ein kühles Bamberger Bier auf das Wohl unserer großherzoglichen Patientin trinken und bis in die Nacht von Herzen fachsimpeln über Denkmalpflege.

Freitag, 21. Oktober 1994, morgens:
heißt es um 6.30 Uhr antreten zum Anladen des Denkmals und zur Übergabe des „Krankenberichts“ an den behandelnden Fachmann. Vor den Augen ‚Heinrich Augusts des Gerechten‘ wird unsere einst weiße Dame abgestellt. Dieser Fürst, hasenhautbeschichtet, mit einem großen Loch in der Rüstung, schaut gütig zu: Er weiß, was Alexandrine erwartet. Beeindruckend die Werkhalle, durch die uns Herr Ibach führt, eine alte Ziegelei, die für die Zwecke der Firma umgebaut wurde. Sie liegt in einer wunderschönen, sanft hügeligen Landschaft zwischen bunten Wäldern und weiten Feldern – ein wahrhaft angemessener Rahmen für den Umgang mit kostbaren Schätzen. Hier werden gerade abnehmbare Teile des Kölner Doms restauriert. Wir sehen die Trockenkammern, das Fegefeuer, durch das Alexandrine monatelang hindurch muss. Die anschließende Volltränkung im Druckkessel dauert ebenfalls lange, ehe die Restauratoren wieder ans Werk gehen können, um die Risse im Marmor zu verschließen. Dies soll etwa im Mai 1995 geschehen. Danach erwarten wir das Denkmal im Spätsommer 1995 in Schwerin zurück.

ALEXANDRINES BADEKUR
Wolfram Köhler, Restaurator

Im Oktober 1994 wurde mit den Restaurierungsarbeiten an dem von Hugo Berwald 1903 – 1907 geschaffenen Standbild der Großherzogin Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin begonnen. Schon 1991 zeigten erste Untersuchungen des Denkmals erhebliche Schäden. 1994 durchgeführte Wiederholungsmessungen ergaben, dass der Seravezza-Marmor dieses ungewöhnlich großen Denkmals seit nahezu 90 Jahren einer raschen Verwitterung ausgesetzt ist und sich sein Zustand weiterhin sehr schnell verschlechtert.

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Eile war geboten, da schmerzhafte Materialverluste , verstärkt im bevorstehenden Winter, zu erwarten waren. Starke Absandungen des feinkörnigen Marmors und beunruhigende Rissbildungen in der Figur und vor allem in den Sockelteilen prägten das Bild, das sich den Restauratoren und allen Beteiligten bot. Es war offensichtlich, dass eine normale Restaurierung und Konservierung der Oberfläche nicht ausreichten, da die diagnostizierten Schäden, verbunden mit einer erheblichen Auflockerung des Gefüges, weit ins Denkmalsinnere reichten. In diesen Fällen kommt nur eine Vollkonservierung mit Acrylharz in Betracht, möchte man das Original erhalten. Diese Behandlung ist weltweit nur in einer kleinen Spezialfirma in der Nähe von Bamberg möglich. Doch schon die Demontage des Denkmals und der sich anschließende Transport von Schwerin nach Bamberg stellten ein erhebliches Risiko für die Originalsubstanz dar. Daher war eine Vorfestigung der morbiden Substanz mit speziellen Kieselsäuren-Estern vor dem Transport unumgänglich. Eine Schlechtwetterperiode mit extremen Feuchtigkeiten und Temperaturen um den Gefrierpunkt ließ einen erheblichen Zeitdruck entstehen, wollte man diese komplizierte Restaurierung noch vor dem Winter beginnen, damit die Figur zur 1000-Jahr-Feier Mecklenburgs im Sommer 1995 wieder an ihrem alten Standort im Schlossgarten zu Schwerin aufgestellt werden könne. Die Demontage des Denkmals im Oktober 1994 und der Transport nach Bamberg waren für alle Beteiligten ein Abenteuer. Alle waren sich einig, dass nur die perfekte Leistung des Transportteams, der Restauratoren und der Mitarbeiter der Firma Ibach eine verlustfreie Überführung der „Patientin“ zur Genesungsphase möglich gemacht hatten. Die ständigen Begleituntersuchungen und Beobachtungen an der Figur und an den Sockelteilen offenbarten immer mehr Geheimnisse ihres schlechten Zustandes. So reichten einige Risse bis in den Kern der Einzelringe und der Figur selbst und drohten z.B. den großen Sockelring in mehrere Teile zu sprengen. Darüber hinaus verliefen einige Risse durch die Abdrücke der Metallauflagen, die bei der Montage 1907 zur besseren Lastübertragung zwischen die übereinanderliegenden Marmorteile gebracht wurden. Es zeigte sich aber auch, dass die Metallbleche selbst nicht übereinander lagen und nicht aus dem sonst üblichen Walzblei bestanden. Querspannungen und Kantenpressungen waren die Folge und für dieses bedenkliche Rissbild verantwortlich. Das bekannte Phänomen des langsamen „Kriechens“ des Marmors hat einerseits diese Effekte ausgeglichen, aber andererseits Spannungen im Material aufgenommen, die sich erst zu einem späteren Zeitpunkt entspannen und zu weiteren Rissen führen müssen. Damit war ein Zerstörungsprozess programmiert, der erst nach der Demontage in ganzem Umfang sichtbar wurde und nur durch eine sorgfältige und vollständige Restaurierung gestoppt werden konnte. Alle Restaurierungen „vor Ort“ hätten diese Fehler, die schon bei der Erschaffung des Denkmals und seinem Aufbau gemacht worden waren, nicht korrigieren können, so dass es schon nach kurzer Zeit zu erneuten bedenklichen Schäden gekommen wäre.

Der der eigentlichen Konservierung vorgeschaltete Trocknungsvorgang begann nach der Zwischenklimatisierung im Dezember 1994. Dabei zeigte es sich, dass es sinnvoll und notwendig war, eine stabilisierende Metallarmierung in einzelne Teile einzubringen, um ein Auseinanderbrechen der Figur zu verhindern. In Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurden entsprechende unsichtbare Bohrungen an den Stirnflächen der großen Trommel und der Unterseite der Figur angebracht. Die Bohrkerne standen für Kontrolluntersuchungen zur Verfügung.

Feuchtigkeits- und Temperaturmessungen in den Bohrungen erlaubten darüber hinaus eine sichere Kontrolle des Trocknungsvorganges in diesen sehr großen Teilen. Dabei zeigte sich, dass die Figur selbst nur sehr langsam trocknete, was zu einer weiteren Verzögerung der Konservierung führen musste, da diese nur bei einer äußerst geringen Restfeuchte im Marmor möglich ist. Der ausgesprochen feinporige Marmor gibt die Feuchtigkeit nur sehr langsam ab. Hinzu kam, dass die Figur durch die stabilisierende Vorbehandlung einen Teil der offenen Poren an der Oberfläche eingebüßt hatte und deshalb nun nur durch die Sockelfläche ungehindert trocknen konnte.

Für die Konservierung selbst waren an der Konservierungsanlage einige konstruktive Veränderungen notwendig, um diese ungewöhnlich große und schwere Statue sicher behandeln zu können. So mussten zwei Trocknungsbehälter vergrößert bzw. sogar neu gebaut und ein Teil der Hallenkonstruktion an die notwendigen Transporthöhen angepasst werden.

Die Tränkung der ersten Sockelteile war erfolgreich. Sie zeigten nun die originale Oberfläche, der man die Konservierung nicht ansieht. Darüber hinaus wurden die erwarteten Spannungsrisse sichtbar, die den Verlauf bestehender Risse fortsetzen und im Einzelfall auf die Öffnung von Haarrissen zurückzuführen sind. Damit war es möglich, diesen neuen Gleichgewichtszustand nun gezielt zu stabilisieren, eine Fortsetzung dieses Schadensmechanismus zu verhindern und einen alten Fehler zu korrigieren.

Da die Figur selbst und die Haupttrommel aus besonders feinkörnigem Marmor gearbeitet waren, schien es ratsam, nach sorgfältigen und ausführlichen Untersuchungen den Tränkungstermin möglichst weit hinauszuschieben und diese beiden Teile möglichst lange zu trocknen und behutsam auf die eigentliche Konservierungsphase vorzubereiten. Bisher wurde weltweit noch keine Figur aus Marmor dieser Größe vollständig konserviert, so dass hier eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten vorlag, sollte die Konservierung und Restaurierung erfolgreich sein.

Nach der Konservierung aller Sockelteile und der Figur schloss sich eine erneute Aklimatisierungsphase an, bevor mit der eigentlichen Restaurierung begonnen werden konnte. Besondere Probleme traten bei der großen Haupttrommel auf, da es offensichtlich war, dass hier die Risse im Innern so groß und durchgängig waren, dass sie durch das Konservierungsmittel nicht vollständig geschlossen werden konnten. Das schon erwähnte zusätzliche statische Gutachten empfahl das Einbringen einer senkrechten Armierung aus nichtrostenden Gewindestählen, die ein Auseinanderbrechen der Trommel verhindern sollen. Diese Stähle wurden von beiden Seiten der Trommel eingebracht und mit Kunstharz eingegossen, so dass auch diese Gefahr gebannt war.

Die hier beschriebenen Arbeiten wurden im April 1995 an den zuerst konservierten Postamentteilen begonnen und Ende Juli an der Figur abgeschlossen, so dass man, wie geplant, im August des gleichen Jahres mit der Rückführung und Neuaufstellung des Denkmals der Großherzogin Alexandrine in Schwerin rechnen konnte.

ALEXANDRINES HEIMKEHR
Brigitte Feldtmann

Montag, 7. August 1995:
Ein letztes Treffen bei Firma Ibach in Scheßlitz bei Bamberg, Alexandrine, auf der Seite am Boden liegend, wird von Herrn Ibach und dem NDR interviewt. Wie es ihr wohl geht, möchte man denken. Sie blickt ernst, vielleicht schmerzen die vielen Bohrungen und Klammern im Körper noch? Noch einmal wandert mein Blick in die Trockenkammer hinein und zu dem Kessel hin, in dem sie ihre Traumfigur zurückerhielt.

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Mittwoch, 9. August 1995: Alexandrine wird wieder sorgfältig verpackt und tritt über Nacht die Rückreise in die Heimat an. Nach zehn Monaten Krankenlager und liebevoller Behandlung wird sie dem Hause Ibach fehlen.

Donnerstag, 10. August 1995, 5.00 Uhr: Ich schrecke hoch, Katzenwäsche, fahre in die Kleider und ohne Frühstück zum Grünhausgarten. Es wird schon hell, die Sonne ist aber noch nicht aufgegangen. Radfahrer sausen vorbei zu ihrem Arbeitsplatz. Ich wandere ungeduldig auf und ab, aber es ist noch viel zu früh. So fällt mein Blick in den Schlossgarten, der dringend der Pflege bedarf, alte Bäume sind gestorben, andere nicht im Sinne Lennés ersetzt. Es gibt noch viel zu tun. Der Standplatz des Denkmals liegt vorbereitet da. Die Enge der Baustraße durch den Kindergarten „Schlossgeister“ wird dem Fahrer erneut große Schwierigkeiten beim Einfahren der teuren Last machen. Das Fernsehteam des NDR erscheint auch viel zu früh, Alexandrine hat uns die Nachtruhe geraubt. Aber langsam steigt die Sonne am erstmals herbstlichen Himmel auf. Und dann hören wir aus der Ferne das Brummen des erwarteten Lastwagens und stürzen auf ihn zu. Alexandrine liegt wieder auf dem Bauch, den Kopf in Decken gedrückt. Sie ist „offen“ gefahren, die ganze Nacht, aber das verträgt sie nun gut. Die ersten Kinder stehen auch schon mit ihren Müttern an der Mauer. Die Restauratoren aus Berlin und Potsdam treffen ein. Es geht los! Zunächst suchen wir gespannt nach der Obstlerflasche, die wir im vergangenen Oktober als Orientierung für die Position des ersten Sockelrings eingegraben hatten. Aufgeregt wird gebuddelt, alles ist unberührt, wir werden fündig. Dann werden die einzelnen Elemente in ihrer Reihenfolge vom LKW gehoben und aufeinandergesetzt. Die richtige Justierung ist Millimeterarbeit und wird mit Manneskraft, Wasserwaage und Zollstock bewältigt. Wir bewundern wieder den Kranführer. Zwischen die Sockelringe werden jetzt kreisrunde Gummifolien gelegt sowie an Ort und Stelle zugeschnittene Bleiplatten, die der fachgerechten statischen Aufstellung dienen. Alles läuft lautlos und zügig, als wäre es alltäglich. Dazu trägt ein zweihundert Jahre altes Hebehilfsmittel, ein sog. ‚Wolf‘, bei, den der Chefkonservator aus Potsdam bei sich hat. Da Hugo Berwald, der Bildhauer, alle Teile des Sockels mit einem passenden Bohrloch versah, können wir heute auf die einfache und zeitsparende Methode zurückgreifen. In das oberste „Wolfsloch“ des Sockels fügt der Herr vom Finanzministerium eine kleine Messinglatte ein, auf der maßgebliche Namen und Daten eingraviert sind – für die Nachwelt, falls sie Alexandrine je wieder zur Kur schicken muss. In diesem Augenblick wird uns bewusst, dass die nun wieder „weiße“ Frau, wie sie einst im Volksmund gern genannt wurde, uns um weitere Generationen überleben wird.

Und dann ist es soweit. Die Figur wird an den Haken genommen, gelenkt vom Chefkonservator hebt sie ab. Ganz königliche Hoheit, obwohl tonnenschwer, schwebt sie scheinbar leicht wie eine Feder ein, leise durch die blaue Sommerluft, in Richtung ihres vertrauten Sockels, höher und immer näher. Uns alle erfasst feierliche Rührung. Noch eine letzte Schwierigkeit, hundertstel Millimeter entscheiden beim Aufsetzen über die überkragende Kleiderfalte, sie könnte abbrechen. Wir schauen gebannt. Dem Restaurator fallen wieder hörbar Steine der Erleichterung vom Herzen, wir fallen uns dankbar und beglückt in die Arme. Alexandrine lächelt zu uns herab. Nun kann sie hoffentlich von ihrem Sockel aus die nächsten Jahrhunderte in ihren Schlossgarten schauen und ihre Schweriner und die Besucher dieser schönen Stadt erfreuen. Unmittelbar wird sie eingerüstet für die letzten kosmetischen Handgriffe, die noch nötig sind, bis das Denkmal der Großherzogin am 26. August 1995 zum zweiten Mal in seiner Geschichte enthüllt werden soll.

WIEDEREINWEIHUNG DES DENKMALS
Aus der Ansprache Brigitte Feldtmann

Die Feierstunde anlässlich der Rückkehr des Denkmals, umrahmt vom Schweriner Hornquartett und gemeinsam mit den ‚Schlossgeistern‘ aus dem Greenhouse und mit den Kindern aus dem ältesten Kindergarten Mecklenburgs, dem Alexandrinenstift Ludwigslust, erleben wir im milden Spätsommerlicht. Alexandrine – gereinigt, getrocknet, gebadet, verschönt, inwendig gestärkt, ist sie zurück und schaut von ihrem Sockel wie eh und je: würdevoll, respektheischend mit freundlicher Strenge, einfach erhaben und schön …

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Heute danke ich noch einmal für alle Unterstützung meiner Initiative zur Rettung des Denkmals. Alexandrine wuchs uns Rettern ans Herz. Um ihretwegen haben wir viel gelernt und sind uns fachlich und vor allem menschlich nahegekommen. Im Fall der Alexandrine habe ich beharrlich mein Ziel verfolgt und danke vor allem dem Finanzministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern für die Übernahme der Verantwortung des Risikos und die Übernahme der Hauptkostenlast. Aber auch den vielen Spendern, die mich mit einem großen Betrag unterstützten, sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt. Schließlich danke ich den Medien, die mit zahlreichen positiven Beiträgen meine Motivation förderten und Alexandrine bundesweite Aufmerksamkeit verschafften.

Nicht zuletzt diente und dient mein gemeinnütziges Engagement einem Denkmal, an das zu denken und über das nachzudenken in geschichtlicher wie in künstlerischer Hinsicht für uns alle lohnt. Dies der Öffentlichkeit zu vermitteln, bleibt unsere Aufgabe und ist der Grund, dass ich mir noch einmal die Mühe gemacht habe, die Geschichte der Rettung nachzuzeichnen.

FÖRDERPROJEKT:

Ausstattung Konservatorium Schwerin

 

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Das altersschwache Haus des Konservatoriums 1994 vor der Sanierung.
Foto: Christa M. Dittmann

Die mobile Bühne im Brigitte-Feldtmann-Saal.
Foto: © Landeshauptstadt Schwerin / Christina Lüdicke

Ausstattung – Konservatorium Schwerin
Musikschule Johann Wilhelm Hertel

Das Konservatorium „Johann Wilhelm Hertel“ ist die älteste Musikschule der Landeshauptstadt Schwerin. Sie wurde 1953 gegründet und wird seit 1991 erfolgreich geführt von Volker Ahmels. Feldtmann Kulturell begleitet und unterstützt das Konservatorium Schwerin seit 1993.

Brigitte Feldtmann hilft der Musikschule nach der Wende zunächst finanziell mit Ausstattung des Büros, mit Instrumenten und Einrichtungsgegenständen. Zehn Jahre lang führt sie den Förderkreis e. V. des Konservatoriums.

Als das altersschwache Haus des Konservatoriums an der Puschkinstraße 6 endlich umfangreich saniert wird, stellt Feldtmann Kulturell die Konzerteinnahmen 2005 für die Anschaffung einer mobilen Bühne im Konzertsaal zur Verfügung.

“Anlässlich des Eröffnungskonzerts erhielt der Konzertsaal des Schweriner Konservatoriums den Namen Brigitte Feldtmann Saal. Damit sind eine besondere Wertschätzung und der Dank an die langjährige Förderin Brigitte Feldtmann verbunden, die neben ihrer großzügigen finanziellen Unterstützung dem Konservatorium mit viel Herzblut und persönlichem Einsatz bis heute verbunden ist.”
www.schwerin.de